Griechischer Bergtee, ein traditionelles Heilmittel


Gastbeitrag von Dr. Annette Pitzer

In Griechenland wird der griechische Bergtee schon seit vielen Jahrhunderten getrunken. Er wächst an sonnigen, humos-sandigen Berghängen in mittleren bis höheren Lagen von Südeuropa bis Anatolien. Mich erinnert die Pflanze in ihrem Erscheinungsbild etwas an Salbei. Es gibt über 100 verschiedene Arten von Sideritis. Eingesetzt wird er als Hausmittel bei Verdauungsbeschwerden, Schmerzen, Infekten und Grippe. Man nennt den griechischen Bergtee übrigens auch das griechische Eisenkraut. Der griechische Bergtee wurde schon immer gerne am Abend getrunken, da er stimmungsaufhellend, stresslindernd und entspannend wirkt.
 

Folgende Wirkungen soll der griechische Bergtee haben:


        abschwellend
        anregend
        antimikrobiell
        antioxidativ
        blutdrucksenkend
        entspannend
        entzündungshemmend
        gedächtnisverbessernd
        immunsystemstärkend
        krampflösend
        schleimlösend
        stimmungsaufhellend
        stresslindernd

Heilsame Inhaltsstoffe

Der griechische Bergtee enthält neben ätherischen Ölen wie Myristicin, Menthol, Thymol, Carvacrol noch reichlich Flavonoide, Palmitinsäure, Caryophyllene, Derivate der Benzoe-, China- und Zimtsäure. Die genaue Zusammensetzung der Inhaltsstoffe ist standortabhängig. Durch seine Inhaltsstoffe wirkt er antibakteriell, entzündungshemmend und antioxidativ. 


Verwendet werden die Blätter, Blüten und der Stängel des griechischen Eisenkrautes.



Angst, Depression und Schlafstörungen behandeln

Das griechische Eisenkraut kann gezielt dazu genutzt werden, um Schlafstörungen zu behandeln. Der Genuss normalisiert die Stresshormone und sorgt so für mehr Gelassenheit. 

Der Einsatz der Teedroge Sideritis scardica zahlt sich auch bei leichten bis mittelschweren Fällen einer Depression aus. Zurecht hat er deshalb seinen Spitznamen „Glückstee für Groß und Klein“ erhalten.

Bei Angststörungen spielt eine Disbalance der Botenstoffe Serotonin eine Rolle. Das griechische Bergkraut wirkt sich anregend und ausgleichend auf das Seretonin-Botenstoffsystem aus. Das Gute hierbei ist, dass es keinerlei unerwünschte Nebenwirkungen hat. Allerdings sollte immer vor einer Anwendung eine Allergie auf die Pflanze und Inhaltsstoffe ausgeschlossen werden.


Die Geschichte berichtet, dass griechisches Eisenkraut auch als „Friedenskraut“ bezeichnet wurde. Daher nahmen römische Gesandte das Kraut als Gastgeschenk bei Friedensverhandlungen mit. Es beruhigte die Gemüter und verhalf zu einem klaren Kopf. 

Es wurde ebenfalls als magisches Kraut verwendet, um Freundschaften zu schließen. Aberglaube? Vielleicht. Fakt ist aber, das die serotoninanreichernde Wirkung des Sideritis-Krauts die Menschen in eine freundliche und friedliche Stimmung versetzt.

 

Der Tee gegen Alzheimer


Eine Forschergruppe um Prof. Dr. Dr. Jens Pahnke ein Neurologe an der Universität Magdeburg, konnte 2013 nachweisen, dass der griechische Bergtee zu einem besseren Schlaf führt und die mentale Kapazität verbessert. Eine Testserie mit an Alzheimer erkrankten Mäusen zeigte, dass schon nach einem Zeitraum von 50 Tagen, in denen diese Mäuse den Teeextrakt verabreicht bekamen, die Mäuse ihre kognitiven Fähigkeiten zurückerlangt hatten. Die ß-Amyloid-Plaques in den Gehirnen der Mäuse waren fast vollständig zurückgegangen. Auch gegen Alzheimer ist also ein Kraut gewachsen. 


Magenschutz

Eine serbische Studie aus dem Jahr 2012 kam zu dem Schluss, dass griechischer Bergtee den Magen genauso gut gegen Säureschäden schützen kann, wie das Medikament Ranitidin. Ranitidin wird als Magenschutz begleitend bei Antibiotika- oder oraler Schmerztherapie eingenommen.

 

Dosierungen

Leider kann durch keine der vielversprechenden Studien auf die Dosierung beim Menschen geschlossen werden. Dennoch, eine vielversprechende Heilpflanze, die seit zwei Jahren auch in meinem Garten wächst. Wir haben nichts zu verlieren, wenn wir auf seine präventive Wirkung setzen, oder?



Dr. Annette Pitzer ist Mikrobiologin, Biochemikerin, Psychoonkologin, Heilpraktikerin in eigener Praxis.


Darüber hinaus Schamanin, Gesundheitscoach, Autorin und Bloggerin. Sie passt in keinen festen Rahmen und verändert ihr Leben, wann immer ihr freiheitsliebendes Herz das fordert. Aufgrund eigener Krankheiten wendete sie sich früh Gesundheitsthemen zu. Dabei ist sie offen für jede Richtung. Egal ob wissenschaftlich fundiert, Neuland, Energiemedizin, traditionelle Medizin oder Schamanismus. Sie wandelt zwischen den Welten und benutzt die Werkzeuge, die am zielführendsten sind.

Neugierde und Wissensdurst sind starke Triebfedern in ihrem Leben. Geht nicht, ruft ihr Kämpferherz auf den Plan und dann geht es meistens eben doch.

Das alles lebt sie in ihrer Praxis für integrative Medizin und Psychotherapie für und mit ihren Patienten aus.

Ihr Wissen teilt sie auf ihrem Blog „Gesundheitsgeflüster“ und als Gastautorin auf Gesundheitsblogs mit ihren Lesern.


 


 
 



 



 


 


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